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Staub

1000 Mal egal... 1 Mal wird der Staub zur Qual.

Wer auf dem Bau arbeitet, hat ständig mit Staub zu tun. Doch während die meisten Menschen in ihrem Alltag nur geringen Belastungen durch Stäube ausgesetzt sind, kann Staub auf dem Bau schwere gesundheitliche Folgen haben.

Vor allem Feinstaub, der zu klein ist, um an den Nasenhärchen oder Schleimhäuten hängen zu bleiben, kann bis in die Lunge gelangen und dort schwere Schäden verursachen – angefangen bei Bronchitis oder Asthma bis hin zu dauerhaften Schäden an den Bronchien, die die Lungenfunktion einschränken („Staublunge“) und lebensgefährlich sein können.

Besonders gefährlich sind Quarz- und Asbeststaub, weil sie Krebs erzeugen. Aber auch bestimmte Holzstäube können langfristig Nasenkrebs hervorrufen. Giftige Stäube, die zum Beispiel beim Schweißen auftreten, können Blei, Cadmium und Mangan enthalten, die Leber oder Milz schädigen.

Am gefährlichsten ist die Aufnahme hoher Staubmengen über einen kurzen Zeitraum. Deshalb gilt: Nimm Staub nicht auf die leichte Schulter, sondern achte darauf, ihn möglichst zu vermeiden und Dich mit passender Schutzausrüstung richtig zu schützen.


Stopp den Staub. Mit diesen Maßnahmen kannst Du dem Staub den Kampf ansagen:

1. Staub unmittelbar an der Entstehungsstelle absaugen!

Verwende bei Trennschleifern, Schlitz- und Putzfräsen oder Schleifgeräten nur geprüfte Systeme mit Stauberfassung.

2. Staubaufwirbelung oder Staubausbreitung verhindern!

Beseitige Staubablagerungen oder Schutt am besten sofort.

3. Staub mit Wasser niederschlagen!

So kannst Du zum Beispiel bei Abbrucharbeiten der Staubentwicklung entgegenwirken.

4. Arbeitsräume ausreichend lüften!

Bei hohen Staubbelastungen solltest Du zusätzlich Luftreiniger verwenden.

5. Arbeitsplätze regelmäßig reinigen!

Benutze Entstauber oder Kehrsaugmaschinen; Trockenkehren oder Abblasen wirbelt den Staub dagegen auf.

6. Staubarme Verfahren anwenden!

Wende möglichst Nass- oder Feuchtbearbeitungsverfahren an.

7. Staubarme Materialien verwenden!

Nutze anstelle anmischbarer Pulver besser Granulate oder Fertigmassen.

8. Maschinen und Geräte zur Stauberfassung regelmäßig prüfen und warten!

Kontrolliere insbesondere die Filter und Absaugleistung der Geräte.

9. Persönliche Schutzausrüstung benutzen!

Trage bei staubintensiven Tätigkeiten Schutzkleidung und bewahre diese getrennt von der Arbeitskleidung auf. Benutze zusätzlich einen Atemschutz (Partikelfilter P2 oder partikelfiltrierende Halbmasken).


Fakten...

... die Du zum Thema Staub kennen solltest

  • Husten oder verstaubte Augen sind ein kurzfristiges Ärgernis, denken viele. Aber wer regelmäßig Staub einatmet, läuft Gefahr, langfristig an Krebs zu erkranken. Es kann bis zu 40 Jahre dauern, bis der Krebs letztlich ausbricht.
  • Mehr als sieben Stunden benötigt ein feines Staubpartikel mit der durchschnittlichen Größe von 1 μm, bis er wieder am Boden angelangt ist. Entsprechend lange kann der Staub eingeatmet werden und krank machen. Zudem sind besonders feine Staubpartikel nicht sichtbar; man kann ihnen somit auch nicht aus dem Weg gehen.