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UV

1000 Mal braun gebrannt... 1 Mal Krebs erkannt.

Während die Sonne auf der einen Seite für Licht, Wärme und damit Wohlbefinden sorgt, kann sie auf der anderen Seite ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen. Setzt Du Dich bei Deiner Arbeit auf dem Bau zu stark der Sonne aus, ist insbesondere die ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung) gefährlich:

  • Sonnenbrandgefahr! Zu viel Sonne verbrennt unsere Haut – im Extremfall mit Blasenbildung und schweren Allgemeinsymptomen ähnlich einer Grippe.
  • Hautkrebsgefahr! Sonne ist die Hautkrebsursache Nummer 1 – zwar auch in der Bevölkerung generell, vor allem aber bei denjenigen, die vorwiegend draußen arbeiten.
  • Augenschäden! Kurzfristig können schmerzhafte Bindehautentzündungen entstehen, langfristig kann es zur Trübung der Augenlinse, dem sogenannten grauen Star kommen.

Besonders gefährdet sind unbedeckte Hautstellen, wie ein unbehaarter Kopf, Nase, Ohren, Nacken, Schultern, Unterarme und Handrücken. Dichte Wolken können die Strahlen reduzieren, ganz weg sind sie – insbesondere im Sommer – deswegen jedoch nicht. Generell gilt: Je öfter Du Dich ungeschützt der UV-Strahlung aussetzt, desto wahrscheinlicher werden Hautschäden, die sich manchmal erst Jahre später zeigen können.


Sei kein Hitzkopf – So schützt Du Dich

1. Sonne meiden!

Führe Tätigkeiten möglichst im Schatten aus und meide direkte Sonneneinstrahlung (besonders zwischen 11 Uhr und 15 Uhr). Verbringe auch Pausen im Schatten. Ausnahmen sind ok, wenn der aktuelle Wetterbericht einen UV-Index von unter 3 meldet.

2. Körperbedeckende Kleidung tragen!

Lange Hosen und geschlossene Sicherheitsschuhe sind auf dem Bau selbstverständlich - aber lange Ärmel sind zusätzlich nötig.

3. Kopf besonders schützen!

Auch wenn Du einen Helm trägst, müssen Ohren und Nacken zusätzlich geschützt werden – zum Beispiel durch ein Nackentuch. Sofern an Deinem Arbeitsplatz kein Helm getragen werden muss, brauchst Du einen Hut mit breiter Krempe. Für Basecaps gilt übrigens dasselbe wie für Helme: Sie benötigen eine „Zusatzausrüstung“, damit auch Ohren und Nacken geschützt sind.   

4. UV-Schutzcreme verwenden!

Creme diejenigen Hautpartien, die sich nicht durch Kleidung schützen lassen, vor Arbeitsbeginn reichlich mit UV-Schutzcreme (Lichtschutzfaktor 30 und höher) ein. Das gilt zum Beispiel für Gesicht und Nase, wenn Du einen Helm mit sehr kleinem Schirm tragen musst. Creme Dich alle zwei Stunden erneut ein.

5. Sonnenbrille aufsetzen!

Achte darauf, dass Deine Sonnenbrille für den gewerblichen Bereich geeignet ist (DIN EN 166) und einen ausgewiesenen UV-Schutz bietet (DIN EN 172). Empfehlenswert ist die Schutzstufe 5-2,5. Damit ist sowohl ein ausreichender Schutz als auch eine sichere Farberkennung im Straßenverkehr gewährleistet. Achte zusätzlich darauf, dass die Brille an den Seiten über eine transparente Abschirmung verfügt.

6. Ausreichend trinken!

Trinke an heißen Tagen viel Wasser, Tee oder Saftschorlen und achte besonders auf eine leichte Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse.


Fakten...

...die Du über die Gefahr durch UV-Strahlung kennen solltest:

  • UV-Strahlen können durch die Hornhaut tief in lebende Hautschichten eindringen und dort Zellveränderungen auslösen, die später zu Hautkrebs werden.
Wichtig: das passiert auch ohne Sonnenbrand!
  • Durch UV-Strahlen ausgelöste Hauttumore waren im Jahr 2015 die am häufigsten angezeigte Berufskrankheit bei der BG BAU.
  • UV-Strahlen beschleunigen und verstärken außerdem die Hautalterung. Das heißt: Haut, die heute schön gebräunt aussieht, wird schneller und stärker faltig und dünn.