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Gewerkespezifische Regeln für Maler- und Lackiererarbeiten

Jedes Gewerk hat seine eigenen, speziellen Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, findest Du hier Gewerkespezifische Regeln, die mögliche Gefahren und Maßnahmen bei Maler- und Lackiererarbeiten behandeln. Ein Klick auf das jeweilige Bild zeigt die korrekte Handlung und die entsprechende Regel an. 

  • 1. Wir verwenden Leitern nur, wenn es keine sichere Alternative gibt. Wir sichern Leitern immer gegen Wegrutschen und Umkippen.

  • 2. Wir achten an Absturzkanten auf vorhandene Absturzsicherungen.

  • 3. Wir benutzen sichere Verkehrswege und freigegebene Gerüste.

  • 4. Wir minimieren die Staubentstehung und sorgen für wirksame Staubabsaugung.

  • 5. Wir beachten die Schutzvorschriften beim Umgang mit Gefahrstoffen.

  • 6. Wir benutzen immer die geeigneten, erforderlichen Persönlichen Schutzausrüstungen.

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Ein Unfall mit Folgen: „Das Risiko gehe ich kein zweites Mal ein.“ (Manuel M., 36 Jahre)

Olli H., Maler und Kollege von Manuel: „Wir sollten die Fassade eines Mehrfamilienhauses sanieren. Die Gerüstfirma hat das Gerüst aufgestellt und freigegeben. Erstmal haben wir das ganze Material nach oben geschafft. Das war sehr anstrengend, da wir immer über die Steigleiter und durch die Durchstiegsklappe gehen mussten. Wir waren etwas unter Zeitdruck, weil Regen angekündigt war. Als das endlich geschafft war, machten wir uns schnell an die Arbeit. Eine Durchstiegsklappe war aber noch offen. Plötzlich stürzte Manuel durch die Luke und prallte ziemlich heftig auf. Er verletzte sich schwer. Ich war geschockt. Hätten wir das Material über einen Treppenturm transportieren können, wäre das Unglück gar nicht erst passiert."

Manuel M., Maler und Lackierer: „Der Unfall hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich war lange in der Reha, das war eine schwere und anstrengende Zeit für meine Familie. Mein großes Hobby, den Fußball, musste ich aufgeben. Es hätte auch anders ausgehen können. Was für ein Glück, dass meine Verletzungen am Becken nicht noch mehr Einschränkungen verursacht haben. Seit diesem Tag achte ich penibel auf mein Arbeitsumfeld und erinnere auch meine Kolleginnen und Kollegen daran, sicher zu arbeiten – damit uns allen nichts passiert.“

Friedrich K., Geschäftsführer „Ich mache mir Vorwürfe. Der Gerüstbauer hatte mir noch angeboten, einen Treppenturm aufzubauen. Damit wäre der Unfall nicht passiert. Für die Maler ist es auch wesentlich angenehmer, das schwere Material darüber nach oben zu transportieren – schneller geht es auch. Aber den Treppenturm hatte ich nicht im Angebot für den Bauherrn eingepreist. In puncto Arbeitsschutz sollte man nie Abstriche machen. Ich investiere nun mehr in die Sicherheit meiner Angestellten und lasse sie in Schulungen fit machen. Zum Glück kann Manuel wieder arbeiten. Mittlerweile ist er Experte in Sachen Sicherheit. Es ist allerdings ziemlich bitter, dass es dafür so weit kommen musste.“


Drei Fakten...

... die wir über Maler- und Lackiererarbeiten kennen sollten.