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Rette Deine Haut!

Beim Aktionstag gegen Hautkrebs im Bau-ABC Rostrup konnten sich Auszubildende zum Sonnenschutz informieren.

Kaum ist der Sommer da, wollen wir alle wieder möglichst viel Zeit im Freien verbringen. Doch die angenehmen Temperaturen bergen auch Gefahren – vor allem für diejenigen Beschäftigten der Bauwirtschaft, für die das Arbeiten unter freiem Himmel zum Tagesgeschäft gehört. Denn viele wissen nicht, wie schnell und aggressiv die Sonne die Haut schädigt und dass jeden Sommer in Deutschland Beschäftigte auf dem Bau durch die Hitze ums Leben kommen.

Im Rahmen des Aktionstages gegen Hautkrebs am 8. Juni 2017 im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Bau-ABC Rostrup in Bad Zwischenahn konnten sich mehr als 150 Auszubildende an verschiedenen Stationen über UV-Strahlung und Hautkrebs informieren, sich selbst und ihre Ausrüstung testen sowie die richtige Schutzkleidung kennenlernen. Die BG BAU möchte durch solche Aktionstage auf das Thema Hautkrebs aufmerksam machen und langfristig die Erkrankungszahlen verringern.

Die erste Station des Aktionstages bildete ein Sonnenbrillentestgerät, das die Durchlässigkeit der eigenen Sonnenbrille für gefährliche Strahlungen misst. Erstaunt zeigten sich viele Teilnehmende auch beim Blick auf die Bilder der UV-Kamera. Mithilfe des Gerätes konnten sie sehen, an welchen Stellen des Gesichts ihre Haut UV-Strahlung besonders ausgesetzt ist: Die Kamera machte dazu zwei Bilder, eines vor und eines nach Auftragen von UV-Schutzcreme auf die Haut. "Überraschend war für mich, dass ich eigentlich davon ausgegangen war, dass ich den Hautschutz gleichmäßig aufgetragen hatte, im Test dann aber gesehen habe, dass es stellenweise doch sehr dünn war.", zeigte sich einer der Auszubildenden erstaunt. Wie lange kann man ohne zusätzlichen Schutz wie z. B. UV-Schutzcreme in der Sonne bleiben, ohne zu verbrennen? Das konnten die Auszubildenden bei der Hautpigmentmessung erfahren. Mit einem Sonnenschutz-Diagnosegerät wurde im Untersuchungsmobil des Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienstes  der BG BAU (ASD der BG BAU) die individuelle Schutzzeit gemessen. „Die sogenannte Eigenschutzzeit, in der man sich ungeschützt in der Sonne aufhalten kann, ohne zu verbrennen, ist häufig viel geringer als vermutet“, so Arzt Jobst Konerding vom ASD der BG BAU."Bei mir waren es 14 Minuten – und das ist nicht so lange!" verriet ein nach seinem Ergebnis gefragter Auszubildender. Die richtige Menge und Anwendung von UV-Schutzcreme sowie die wirklich wirksame Schutzkleidung gegen UV-Strahlung wurden an zwei weiteren Stationen vorgestellt. Wer achtet schon konsequent darauf, dass neben Armen und Beinen auch die Ohren und die Lippen gegen die Sonne geschützt werden müssen?  „Wie auch bei anderen Gefahren gilt auch bei der Sonne das Stopp-Prinzip. Wir wollen, dass die Beschäftigten sich ausreichend schützen können und genug trinken, wenn sie im Freien arbeiten“, so Bernhard Arenz, Leiter der Prävention der BG BAU.  Weil Hautkrebs zu einer der häufigsten Berufskrankheiten der Bauwirtschaft gehört, wurde der Aktionstag im Rahmen des Präventionsprogramms „Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich“ der BG BAU veranstaltet.

>> Impressionen vom Aktionstag

>> Informationen zum Thema UV-Strahlung