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Das Präventionsprogramm

Warum verhalten wir uns unsicher, wenn wir doch eigentlich wissen, wie es richtig geht? Warum passieren noch immer viele tödliche Unfälle in der Bauwirtschaft, obwohl der Arbeitsschutz ein hohes Niveau erreicht hat? Eine Antwort auf diese Frage ist: Wir haben es mit Menschen zu tun! Unwissenheit, Routinen und Bequemlichkeit sind nur einige Gründe dafür, warum es trotz aller Vorkehrungen zu Unfällen kommt.

Gemeinsam mit den Partnern der Bauwirtschaft ruft die BG BAU das verhaltensorientierte Präventionsprogramm „Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich.“ als eine langfristige Initiative ins Leben. Das Ziel: In der Bauwirtschaft sollen deutlich weniger Beschäftigte einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit erleiden.

Zum Auftakt setzt das Programm folgende Schwerpunkte: Unfälle durch Abstürze, Unfälle mit Werkzeugen und handgeführten Maschinen sowie gesundheitliche Gefahren durch Staub und UV-Strahlung. Diese Themen werden sowohl von den Experten als auch von den  Beschäftigten als die relevantesten Präventionsfelder wahrgenommen. 


Was will das Präventionsprogramm?

Die Beschäftigten stehen im Fokus: Sie sollen mit dem verhaltensorientierten Präventionsprogramm für Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz sensibilisiert werden, ihre Risiko- und Gesundheitskompetenz soll erhöht, das eigene Handeln reflektiert und verändert werden.

Die Kernbotschaft:

„Sicheres Verhalten lohnt sich für Dich, Deine Familie, Freunde und Kollegen!“ Jeder hat das Recht und die Pflicht, kein unnötiges Risiko einzugehen und damit sein Leben und seine Gesundheit oder das der Beschäftigten sowie Kolleginnen und Kollegen aufs Spiel zu setzen.

Erklärfilm: „Bau auf Sicherheit. Bau auf Dich.“

Was passiert im Rahmen des Präventionsprogramms?

Das Programm stützt sich auf folgende Eckpfeiler:

  • Über eine aufmerksamkeitsstarke Dachkommunikation soll emotional und informativ für die wichtigsten branchenspezifischen Risiken sensibilisiert werden. Von Plakaten und Anzeigen über Social Media Maßnahmen bis hin zu Aktionen, Wettbewerben und spezifischen Interventionsmaßnahmen sollen Beschäftigte informiert und aktiv in das Programm einbezogen werden.
  • Eine Charta, unterzeichnet von allen Partnern des Präventionsprogramms, bringt das gemeinsame Anliegen für eine nachhaltige Entwicklung des Arbeitsschutzes in der Bauwirtschaft zum Ausdruck.
  • Lebenswichtige Regeln geben Beschäftigten und Unternehmen Leitplanken für sicheres Verhalten. Zentral ist das Stopp-Prinzip, das jedem auf dem Bau das Recht und die Pflicht einräumt, „Stopp!“ zu sagen, wenn eine Regel verletzt wird.
  • Vereinbarungen zwischen Unternehmensleitungen und den Beschäftigten (Betriebliche Erklärung) sollen verbindlich für mehr Arbeitssicherheit in den Betrieben sorgen.