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Gewerkespezifische Regeln für den Tief- und Straßenbau

Jedes Gewerk hat seine eigenen, speziellen Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, findest Du hier Gewerkespezifische Regeln, die mögliche Gefahren und Maßnahmen beim Tief- und Straßenbau behandeln. Ein Klick auf das jeweilige Bild zeigt die korrekte Handlung und die entsprechende Regel an. 

  • 1. Wir arbeiten nur im Schutz der ordnungsgemäßen Verkehrssicherung und halten Sicherheitsabstände zu Verkehr und zu Maschinen ein.

  • 2. Wir beginnen mit Aufgrabungen erst, nachdem uns Informationen über die Lage von Leitungen und Rohren vorliegen.

  • 3. Wir benutzen Warnkleidung, damit wir gesehen werden.

  • 4. Wir bedienen Maschinen ordnungsgemäß und nutzen diese nur, wenn wir dafür unterwiesen und beauftragt sind. Den vorhandenen Sicherheitsgurt legen wir immer an.

  • 5. Wir betreten den Gefahrenbereich von Maschinen nur in Absprache mit der Maschinenführerin oder dem Maschinenführer.

  • 6. Wir arbeiten niemals unter schwebenden Lasten sowie in Bereichen mit ungesicherten Bauteilen und Lasten.

  • 7. Wir betreten nur gesicherte Baugruben und Gräben.

  • 8. Wir sichern Absturzkanten außerhalb des Gefahrenbereichs des Baggerbetriebes.

  • 9. Wir benutzen immer die geeigneten, erforderlichen Persönlichen Schutzausrüstungen.

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Ein Unfall mit Folgen: „Ein falscher Handgriff und es ist vorbei.“

Thorsten M., 43, Baugeräteführer: „Mit der Ausbildung zum Baugeräteführer hat sich Thorsten M. einen Kindheitstraum erfüllt. Der 43-Jährige arbeitet im Erdbau, ist bei den Kolleginnen und Kollegen beliebt und gilt als versiert und erfahren. Auf der Baustelle kümmert er sich unter anderem um das Betanken der Baumaschinen. So auch an dem Tag im Mai, als Baggerführer Sven B. Kraftstoff braucht. Dazu parkt Sven B. den Bagger parallel zum Tankwagen entgegen der Fahrtrichtung. Thorsten M. betankt den Bagger und möchte anschließend die getankte Menge notieren. Plötzlich schwenkt Sven B., der die ganze Zeit im Führerhäuschen des Baggers saß, den Bagger um, sodass der »Löffel« den Kopf seines Kollegen trifft. Thorsten M. hat keine Chance auszuweichen. Er ist sofort tot. Polier Bernd T. hat den Unfall aus der Entfernung miterlebt.“

Bernd T., Polier: „Ich war gerade dabei, den Azubi zu unterweisen. Da nahm ich plötzlich die Bewegung des Baggers im Augenwinkel wahr. Überall Blut auf dem Boden – ich konnte es nicht fassen. Was für ein schrecklicher Unfall. Dass einer von uns Kollegen bei einem Routineeinsatz umkommt, hätte ich nie für möglich gehalten. Wie konnte Sven nur so ein schwerwiegender Fehler passieren! Er war unterwiesen und wusste genau: Nicht den Bagger bewegen, wenn noch jemand im Gefahrenbereich steht. Das macht ihn immer noch fertig. Er geht jetzt zum Psychotherapeuten. Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Die Sicht war gut, und technisch war auch alles in Ordnung. Aber ein falscher Handgriff und es ist vorbei. Dass Thorsten nicht mehr da ist, erinnert uns jeden Tag daran.“


Drei Fakten...

... die wir über den Tief- und Straßenbau kennen sollten.