Direkt zu den Inhalten springen
1000 Mal informiert, 1 Mal abonniert.

Regeln für den Hochbau

Jeder Tätigkeitsbereich auf der Baustelle hat seine eigenen, speziellen Anforderungen. Um diesen gerecht zu werden, findest Du hier Regeln, die mögliche Gefahren und Maßnahmen im Hochbau behandeln. Ein Klick auf das jeweilige Bild zeigt die korrekte Handlung und die entsprechende Regel an. 

  • 1. Wir sichern Absturzkanten.

  • 2. Wir sichern alle Bodenöffnungen und nicht durchbruchsichere Bauteile.

  • 3. Wir benutzen nur sichere Verkehrswege.

  • 4. Wir benutzen nur sichere und freigegebene Gerüste.

  • 5. Wir verwenden tragbare Leitern nur, wenn es keine sichere Alternativen gibt. Wir sichern Leitern gegen Wegrutschen und Umkippen.

  • 6. Wir benutzen nur mängelfreie und geeignete Maschinen und bedienen diese vorschriftsmäßig.

  • 7. Wir verwenden Maschinen sowie Anlagen vorschriftsmäßig. Wir achten auf Gefahrenbereiche von Maschinen.

  • 8. Wir sichern Bauteile und Lasten gegen Umstürzen und Herabfallen. Wir meiden Gefahrenbereiche von Lasten.

  • 9. Wir benutzen immer die geeigneten, erforderlichen Persönlichen Schutzausrüstungen.

Vorheriges Motiv Nächstes Motiv

Ein Unfall mit Folgen: „Einen Sekundenbruchteil später stand er nicht mehr da...“

Niklas H., Maurer: „Mein Kollege Christian und ich waren mit der Deckenausschalung an einem Mehrfamilienhaus beauftragt worden. Um die Arbeit durchführen zu können, mussten wir die Randschalung der Decke abnehmen. An dieser waren allerdings als Seitenschutz Konsolen mit Brettern befestigt worden, da an dem Gebäude selbst kein Schutzgerüst aufgebaut werden konnte. Als wir die Randschalung abmontierten, mussten wir auch den Seitenschutz abbauen. Wir sind dann unseren weiteren Aufgaben nachgegangen, ohne den Seitenschutz wieder einzubauen.
Ich sehe heute noch, wie Christian die Schnur spannte, um die folgenden Maurerarbeiten ganz exakt auszuführen. Er war immer so genau und überhaupt ein erfahrener und umsichtiger Kollege. Einen Sekundenbruchteil später stand er nicht mehr da. Christian war sechs Meter tief abgestürzt.“

Hanno B., Geschäftsführer: „Christian verstarb noch an der Unfallstelle an seinen schweren Verletzungen. Das ist schrecklich und hätte vermieden werden müssen. Wir sind ein kleiner Betrieb, kennen uns alle schon lange und arbeiten gut und gerne zusammen. Christians tödlicher Unfall hat uns sehr mitgenommen. Wir mussten auf die harte Art neu lernen, immer als erstes auf unser aller Sicherheit zu achten.“

Niklas H.: „Ich mache mir im Nachhinein große Vorwürfe, weil Christian und ich bei dieser schon oft erledigten Routinearbeit viel zu lax mit unserer Sicherheit umgegangen sind. Wir haben vor lauter Gewohnheit leichtfertig gehandelt und die Absturzkante nicht sofort wieder gesichert – mit schweren Konsequenzen. Chris war ein toller Kollege und er fehlt. Und ganz ehrlich: Das hätte auch ich sein können.“


Drei Fakten...

...die wir über Hochbau kennen sollten.